Was die verschiedenen Stromschnellenklassen bedeuten und was Sie beim Paddeln erwartet

Wildwasser-Rafting – Adrenalinschub, Herzrasen oder ein Todeswunsch? Das hängt alles von der Art der Stromschnellen ab, in denen Sie paddeln, und Ihrem Können. Die meisten Leute sind mit den Klassen von Stromschnellen etwas vertraut, aber nur wenige wissen wirklich, was die verschiedenen Stufen für ihre Sicherheit bedeuten.

Kurz gesagt, obwohl es keine exakte Wissenschaft ist und vieles davon subjektiv ist, aber typischerweise, wenn die Zahlen größer werden, steigen auch die Schwierigkeit und die Gefahr. Bevor Sie Ihr Paddel eintauchen, sollten Sie wissen, was auf Sie zukommt. Dies sind die von der American Whitewater Association definierten Klassen, die seither international anerkannt und weltweit verwendet werden.

Stromschnellen der Klasse I:Schnell fließendes Wasser mit Riffeln und kleinen Wellen. Es gibt nur wenige Hindernisse, die alle offensichtlich sind und mit wenig Training leicht zu übersehen sind. Das Risiko für Schwimmer ist gering; Selbstrettung ist einfach.


Klasse II Stromschnellen (Anfänger):Einfache Stromschnellen mit breiten, klaren Kanälen, die ohne Scouting sichtbar sind. Gelegentliches Manövrieren kann erforderlich sein, aber Felsen und mittelgroße Wellen werden von trainierten Paddlern leicht übersehen. Schwimmer werden selten verletzt und Gruppenhilfe ist zwar hilfreich, aber selten erforderlich. Stromschnellen, die am oberen Ende dieses Schwierigkeitsgrades liegen, werden als „Klasse II+“ bezeichnet.

Klasse III (Mittelstufe):Stromschnellen mit mäßigen, unregelmäßigen Wellen, die schwer zu vermeiden sind und die ein offenes Kanu überschwemmen können. Paddler müssen oft komplexe Manöver und eine gute Bootskontrolle durch enge Passagen anwenden; große Wellen oder Siebe können vorhanden sein, werden aber leicht vermieden. Besonders an großvolumigen Flüssen sind starke Wirbel und starke Strömungseffekte zu finden. Scouting ist für unerfahrene Parteien ratsam. Verletzungen beim Schwimmen sind selten; Die Selbstrettung ist normalerweise einfach, aber möglicherweise ist Gruppenhilfe erforderlich, um langes Schwimmen zu vermeiden. Stromschnellen, die am unteren oder oberen Ende dieses Schwierigkeitsgrades liegen, werden als „Klasse III-“ bzw. „Klasse III+“ bezeichnet.


Klasse IV (Fortgeschrittene):Intensive, kraftvolle, aber vorhersehbare Stromschnellen, die ein präzises Bootshandling in turbulentem Wasser erfordern. Je nach Charakter des Flusses kann es große, unvermeidbare Wellen und Löcher oder enge Passagen geben, die schnelle Manöver unter Druck erfordern. Eine schnelle, zuverlässige Wirbelkurve kann erforderlich sein, um Manöver einzuleiten, Stromschnellen auszukundschaften oder sich auszuruhen. Stromschnellen können „Muss“-Bewegungen über gefährliche Gefahren hinweg erfordern. Scouting kann beim ersten Mal erforderlich sein. Das Verletzungsrisiko für Schwimmer ist mäßig bis hoch, und die Wasserbedingungen können die Selbstrettung erschweren. Gruppenhilfe bei der Rettung ist oft unerlässlich, erfordert aber geübte Fähigkeiten. Eine starke Eskimorolle wird dringend empfohlen. Stromschnellen, die am unteren oder oberen Ende dieses Schwierigkeitsgrades liegen, werden als „Klasse IV-“ bzw. „Klasse IV+“ bezeichnet.



Klasse V (Experte):Extrem lange, verstopfte oder sehr heftige Stromschnellen, die einen Paddler einem zusätzlichen Risiko aussetzen. Drops können große, unvermeidbare Wellen und Löcher enthalten oder steile, verstopfte Rutschen mit komplexen, anspruchsvollen Routen. Stromschnellen können sich über lange Distanzen zwischen den Becken fortsetzen und ein hohes Maß an Fitness und Ausdauer erfordern. Welche Wirbel existieren, können klein, turbulent oder schwer zu erreichen sein. Am oberen Ende der Skala können mehrere dieser Faktoren kombiniert werden. Scouting wird empfohlen, kann aber schwierig sein. Schwimmen ist gefährlich, und die Rettung ist selbst für Experten oft schwierig. Eine sehr zuverlässige Eskimorolle, die richtige Ausrüstung, umfangreiche Erfahrung und geübte Rettungsfähigkeiten sind unabdingbar. Aufgrund des großen Schwierigkeitsbereichs, der über Klasse IV hinaus existiert, ist Klasse 5 eine offene, mehrstufige Skala, die mit Klasse 5.0, 5.1, 5.2 usw. bezeichnet wird. Jede dieser Stufen ist um eine Größenordnung schwieriger als die letzte . Beispiel: Die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades von Klasse 5.0 auf Klasse 5.1 liegt in einer ähnlichen Größenordnung wie der Anstieg von Klasse IV auf Klasse 5.0.

Klasse VI (extreme und explorative Stromschnellen):Diese Abfahrten wurden fast nie versucht und veranschaulichen oft die Extreme von Schwierigkeit, Unvorhersehbarkeit und Gefahr. Die Folgen von Fehlern sind sehr schwerwiegend und eine Rettung kann unmöglich sein. Nur für Expertenteams, bei günstigen Wasserständen, nach persönlicher Prüfung und unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen. Nachdem eine Schnellstraße der Klasse VI viele Male gefahren wurde, kann ihre Bewertung in eine entsprechende Klasse 5.x-Bewertung geändert werden.

Weitere Informationen zum sicheren Aufenthalt in Wildwasser-Stromschnellen finden Sie auf der American Whitewater-Website .